Die Schönheit. Sie liegt im Auge des Betrachters, sagt man. Und das bedeutet, dass ihr Gesicht wechseln und sich ändern kann. Worin wir uns aber alle einig sind: Schön ist das, was harmonisch ist, und auch unser Verlangen reizt. Denn wer Sinn für Schönes hat, will sich damit umgeben, am liebsten jeden Tag. Schön ist auch, was Sinnlichkeit und Seele hat, und außerdem echt und einzigartig ist:

So wie eine Blüte, die uns mit ihrem Duft betört oder auch wie Glas, mit dem wir behutsam umgehen, weil es zerbrechlich ist, und uns in seiner Poesie ans Herz geht. Wie die süßen Sachen des Lebens, die wir uns regelrecht einverleiben, weil sie einfach so köstlich sind. Oder im Gegensatz dazu das Eisen, das in seinem Schimmern Stärke zeigt und Sensibilität, weil es sich biegen lässt. Schönheit kann manchmal auch sehr schlicht sein, wenn sie wie bei Holz eine feine Linie vorgibt. Oder auch üppig und verspielt, wie bei der Tracht, wo sie sogar die Zeit und ihre Moden überdauert